ANAHATASANA
(Welpenhaltung)

anahatasana (Welpenhaltung)
anahatasana (Welpenhaltung gedreht)

Hier findest du eine detaillierte Beschreibung zur Yoga Haltung anahatasana (Welpenhaltung)

Ausführung: Um die Yoga Haltung anahatasana (Welpenhaltung) auszuführen, komme in den Vierfüßlerstand. Deine Knie sind unter deinen Hüftknochen platziert, deine Hände unter deinen Schultern. Von hier aus wanderst du mit deinen Händen nach und nach weiter nach vorne, bis sich dein Oberkörper Richtung Boden senkt. Die Arme bleiben dabei gestreckt und schulterweit geöffnet. Sobald deine Stirn den Boden berührt, verbleibe hier. Wenn du im Schulterbereich flexibel bist, lasse das Kinn und die Brust den Boden berühren.

Atme zehn Mal tief in den Bauchraum und wandere dann mit deinen Händen Stück für Stück wieder zurück in den Vierfüßlerstand. Setze dich anschließend auf deine Fersen in vajrasana und spüre nach.

Worauf zu achten ist: Sollten deine Knie auf der Unterlage schmerzen, lege eine Decke unter. Bei Schulterbeschwerden oder wenn du sonstige Schmerzen bei der Haltung verspürst, beende die Übung.

Wirkungen: Die Yoga Haltung anahatasana (Welpenhaltung) öffnet primär den Herzraum, wodurch du freier und tiefer atmen kannst. Die Muskulatur der Brust, Achseln und Oberarme wird gestreckt. Verspannungen zwischen den Schulterblättern und Rundrücken können so entgegengewirkt werden. Durch die leichte Umkehrhaltung förderst du die Verdauung und die Durchblutung deines Kopfes.

Variation: Für diese Übung gibt es diverse Varianten. Zum einen könntest du deine Oberarme auf Yogablöcken platzieren, die Unterarme anwinkeln und die Handflächen hinter dem Nacken zusammenführen. Das gibt dir etwas Spielraum für die Kopfposition, sodass der Nacken nicht so stark gestaucht wird. Gleichzeitig erhöht das die Dehnung der genannten Muskelgruppen. Zum anderen kannst du wie auf dem zweiten Foto eine Drehung in der Wirbelsäule hinzufügen. Dazu legst du den rechten Arm in voller Länge bis zur Schulter so ab, dass deine rechte Schulter sich nahezu unterhalb der linken befindet. Den Torso drehst du entsprechend mit, wodurch die Rotation im Rücken entsteht. Das massiert die Bandscheiben und macht die Wirbelsäule beweglicher. Vergiss nicht, auf der anderen Seite zu wiederholen.

Wusstest du, dass sich der Begriff „anahatasana“ vom Sanskritwort „anahata“ ableitet? Anahata ist das Herz und das Herzchakra heißt anahata chakra – genau der Bereich, den du in dieser Haltung öffnest.

Übrigens: Eine weitere Übung, um den Schulter- und Brustbereich im Sitzen zu öffnen, findest du in meinem YouTube-Video „Rückbeugen für Fortgeschrittene“.